Picknickdecke ausbreiten und kultiger Musik lauschen

Jan Stauvermann (3. l.), Philipp Mussinghoff (2. r) und Lukas Bertles (r.) von Brawl Concerts e. CV. laden in Kooperation mit der Bürgerstiftung Coesfeld zum ersten Picknick-Brawl auf der Zeltwiese der Sirksfelder Schule ein. (Foto Bürgerstiftung)

Bürgerstiftung und Brawl Concerts Coesfeld e. V. geben Auftaktveranstaltung

Coesfeld. „Irgendwas musste jetzt passieren“, beschreibt Lukas Bertels vom Brawl Concerts – Bandförderung in Coesfeld und Umgebung e. V. die Stimmung unter den Jugendlichen und jungen Familien. Mit den Vorstandsmitgliedern des Vereins steht er auf der Zeltwiese hinter der Sirksfelder Schule. Das ist der Ort, an dem am 05.09.20, ab 18 Uhr, der erste Coesfelder Picknick-Brawl starten wird. Zentai aus Coesfeld, Astrolaut aus Recklinghausen und Soeckers aus der Nachbarstadt Ahaus kredenzen eine Mischung aus Pop, Hip-Hop und Indie-Pop – so der Plan. Es ist der Testballon, den die Bandförderung in Kooperation mit der Bürgerstiftung Coesfeld steigen lässt. „Musik und Literatur wollen wir zusammen in unterschiedliche öffentliche Räume bringen und auf die Kulturszene der Umgebung aufmerksam machen“, erläutert der Ansprechpartner für das Pilot-Projekt der Bürgerstiftung, Hartmut Levermann. Dafür braucht es professionelle Unterstützung. „Beim Brawl Concerts e.V. sitzt ein großes Knowhow mit einem breiten Netzwerk in die lokale Musikszene“, wertschätzt Edwin Kraft vom Vorstand der Bürgerstiftung die Zusammenarbeit. Er war viele Jahre als Mitglied des Fördervereins Jazz auch an der Organisation des Kneipenjazz beteiligt und weiß, wie wertvoll Verbindungen in die Musikszene sind. Lukas Bertels (Brawl Concerts), der beruflich in der Kulturabteilung des Kreises Coesfeld arbeitet, ist für das Gemeinschaftsprojekt sehr dankbar: „Ideen haben wir genug. Aber oft scheitert es an der finanziellen Unterstützung.“ Hier greift die Bürgerstiftung unter die Arme. Die Kultur hat in Coesfeld eine hohe Diversität und spielt sich nicht nur im Kulturquartier ab. Eine ganze Reihe versteckter Orte eignen sich für Live-Auftritte. Der Erste ist die Sirkfelder Schule. Philipp Mussinghoff (Brawl Concerts) breitet testweise eine Decke auf der Wiese aus. Für das Picknick werden eine festgelegte Anzahl Parzellen ausgewiesen, auf der sich jeweils maximal sechs Personen niederlassen dürfen. Das sind die Regeln, um im Coronazeitalter den gegenseitigen Abstand zu anderen Gruppen einzuhalten. Auch ein Hygienekonzept ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt. Bis zu 100 Gäste dürfen der kultigen Musikmixtur zuhören und dabei ihr mitgebrachtes Essen auf den Plätzen verzehren. „Getränke können bei uns gekauft werden“, verspricht Jan Stauvermann (Brawl Concerts). Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung mit der Angabe einer Kontaktadresse und der Personenzahl per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ist jedoch erforderlich. Bertels gibt den Tipp: „Zögert nicht zulange, denn die Anzahl der Gäste ist auf 100 beschränkt!“

 

Konzertdaten

Titel: Picknick-Brawl

Ort: Sirksfelder Schule, Sirksfeld 20

Einlass: 17:15 Uhr

Beginn: 18:00 Uhr

Maximal 100 Gäste

Anmeldung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erforderlich

Keine eigenen Getränke mitbringen! Versorgung ist vor Ort gewährleistet

Veranstalter: Brawl Concerts Coesfeld

Kooperationspartner: Bürgerstiftung Coesfeld

 

http://www.brawlconcerts.de/News/

Bürgerstiftung stiftet einen Kulturnachmittag mit Musik

Das Ensemble NordWestBlech verschaffte der Bewohnerschaft der Seniorenresidenz "Alte Weberei" einen musikalischen Nachmittag im Innenhof. (Foto Bürgerstiftung)

NordWestBlech gastierte im Seniorenstift Alte Weberei

Coesfeld (30.07.20). „Endlich mal wieder ein Konzert an der frischen Luft!“ Dieses mehrstimmige Resümee von der Bewohnerschaft des Seniorenstifts Alte Weberei bekam NordWestBlech mit Thomas Brand (Posaune), den Trompetern Nobert Fabritius und Georg Potthoff, Roland Göhde (Horn) sowie Stephan Schulze (Tuba). Das Konzert für die alten Generationen spendierte die Coesfelder Bürgerstiftung. Sie unterstützt zurzeit eine ganze Konzertreihe für jene Menschen, die während der Corona-Krise in den vier Wänden verbleiben mussten und durch die Abstandsregeln kaum Kontakt nach außen hatten. „Mit erinnerungsweckenden Klängen aus der Distanz ist ein wunderbarer Kompromiss entstanden mit der aktuellen Situation umzugehen, um so etwas Freude und Abwechslung in den Alltag zu bringen“, bewertet Marlis Terlinde vom Vorstand der Bürgerstiftung die Idee der Musiker Sebastian Netta und Jochen Strieth. Beide Kreativköpfe und Leiter der Wald-und-Wiesen-Konzerte drehen den Spieß um: Sie suchen mit Musikern den Kontakt zu Zuhörern vor Ort.

NordWestblech überrascht die rund 40 Bewohnerinnen und Bewohner der Seniorenresidenz mit klassisch frischem Repertoire. Einige von ihnen trauten sich nach langer Zeit erstmalig wieder nach draußen und lassen sich die sommerliche Luft um die Nase wehen. „Es war ein wunderbarer Nachmittag!“, entspringt einer Bewohnerin des Hauses der Kommentar.

Da durfte eine Zugabe nicht fehlen. Die gibt es mit „Over the rainbow“ und hinterlässt beim Publikum einen Ohrwurm. „Welch eindrucksvoller Bass, als die Tuba ihr „Solo“ spielte. Ich habe die „Schwingungen“ deutlich in meiner Magengegend gespürt!“, lacht ein Mitarbeiter des Hauses.

Dankbare Worte findet die Heimleitung der Alten Weberei für die Bürgerstiftung Coesfeld, die den musikalischen Nachmittag möglich gemacht hat.

Die Konzertreihe der Bürgerstiftung geht in der kommenden Woche weiter. Am Dienstag und Mittwoch tritt das Sebastian Netta Trio mit Gast Gunther Tiedemann im Laurentiusstift und im Seniorenzentrum Coesfelder Berg auf.

"Hier wird Inklusion gelebt"

Schulleiterin Annette Bohmert (l.), Geschäftsführerin des Trägervereins der Schule Birgit Mindrup (4. l.) und, in Vertretung für das pädagogische Team, Sarah Czeranowsky (7. l.) und Carina Vinkelau (r.) sind über die Unterstützung der Bürgerstiftung, vertreten durch Edwin Kraft (2. l.), dankbar, um die Inklusion in der Maria Montessori Schule mit den Integrationskräften sicher fortführen zu können. (Bild Bürgerstiftung)

Spende der Bürgerstiftung für Maria Montessori Grundschule

 

28.07.2020/Coesfeld. Hier wird Inklusion gelebt: In der Maria Montessori Grundschule lernen Kinder mit und ohne Förderbedarf ganz natürlich mit- und voneinander. Das ist nur möglich, weil erfahrene pädagogische Fachkräfte, aber auch junge Menschen im Bundesfreiwilligendienst jeden Tag alles tun, damit Hindernisse überwunden werden und ein gleichberechtigtes Zusammenleben erreicht wird.

Birgit Mindrup, Geschäftsführerin des Trägervereins, blickt auf die vergangenen Monate zurück: „Durch die Corona-Krise fehlen uns seit dem 15. März die Einkünfte aus der Mensa und seit dem 3. April die Mittel für die Integrationshilfe.“ Wie auch an anderen Schulen musste der Präsenzunterricht durch den Lock-Down eingestellt werden. Die Kosten für das Personal liefen jedoch für die Elterninitiative weiter. Trotz vielfältiger Unterstützung von Eltern, Mitarbeitern und verschiedenen Institutionen klaffte eine Finanzlücke von rund 27.000 Euro. Denn auch dem Mensabetrieb der Ganztagsschule fehlten die Einnahmen, die für den Betrieb der Notbetreuung offenblieb. Aus Medien erfuhr der Vorstand des Trägervereins von dem aufgelegten Corona-Hilfsfonds der Bürgerstiftung Coesfelds und wendete sich an sie.

Mit einer Spende von gut 14.000 Euro für die Integrationskräfte half die Bürgerstiftung Coesfeld der Elterninitiative aus dem Engpass. „Die Maria Montessori Schule ist ein etablierter Bestandteil des Coesfelder Bildungsangebotes und sollte nicht durch eine unverschuldete Not verloren gehen“, begründet Edwin Kraft vom Vorstand der Bürgerstiftung das Engagement.

Herzlich bedankt sich Schulleiterin Annette Bohmert im Namen der Schule für die Hilfe und berichtet: „Inklusion ist für unsere Schule eine echte Selbstverständlichkeit“. Ergänzend fügt sie hinzu: „Wir möchten jedes Kind da abholen, wo es steht, egal ob besonders begabt oder mit Handicap.“ Ein Beispiel ist Marlene, ein fröhliches zehnjähriges Mädchen mit Downsyndrom. Es bringt sich gern im morgendlichen Stuhlkreis in der Gecko-Klasse ein und guckt sich auch sonst sehr viel von den anderen Kindern ab – darin wird sie gezielt unterstützt. Dabei fokussieren sich die Integrationshelfer nicht nur auf ein bestimmtes Kind mit Förderbedarf, sondern haben immer auch den Klassenverbund als Ganzes fest im Blick. Sie orientieren sich dabei an dem bekannten Grundsatz der Pädagogin Maria Montessori, der Namensgeberin der Schule, die einen zentralen Wunsch des Kindes an die Erwachsenen formulierte: „Hilf mir, es selbst zu tun!“ Dies gilt für alle Kinder, jedes wird gleichermaßen gefördert und gefordert. Dafür wurden von Anfang an die passenden Rahmenbedingungen geschaffen: Die Jahrgangsmischung in den Klassen, das individualisierte Lernen in der freien Arbeit, der ganztägige Rhythmus mit Konzentrations- und Entspannungsphasen und das Zusammenwirken eines vielfältigen Teams ganz unterschiedlicher Fachrichtungen tragen wesentlich zum Gelingen bei. „So entsteht eine Schule, die bunt und vielfältig ist – für alle ein Gewinn“, so Schulleiterin Annette Bohmert.

 

Bürgerstiftung Coesfeld ermöglicht „Heut’ kommt das Konzert“

Volksmusik im Dreiviertel-Takt

Coesfeld (01.07.20). Selbstverständlich hat der gebürtige Rosendahler Sebastian Netta als Jazzfan und Musiker den Dreivierteltakt verinnerlicht. Und der 58-Jährige hat ein Faible für Volksmusik. Er bezeichnet diese Musikrichtung als das „kollektive Gedächtnis der Gesellschaft“. Warum sollten diese „unsterblichen“ Melodien der Musik, mit der er groß geworden ist, nicht ein Comeback feiern? Mit dem Jazz als Trailer. Denn der ist in den Augen des Schlagzeugers kein Musikstil, sondern eine Art zu improvisieren mit enormem Entfaltungsspielraum. Vermengen sich die Klänge vom Klavier (Sebastian Altekamp), Kontrabass (Ingo Senst) und Schlagzeug (Sebastian Netta), hören Kenner zum Beispiel das über 700 Jahre alte Volkslied „Nun will der Lenz uns grüßen“ heraus. „Da reicht die mitschwingende Grundmelodie aus und besonders die alte Generation summt oder singt mit“, weiß Netta aus Erfahrung. 

Das Sebastian Netta Trio mit Sebastian Altekamp (l.),
Ingo Senst (M.) und Sebastian Netta (r.) verschaffen
mit Jazzimprovisationen der Volksmusik ein
neues Standing. (Foto Köhler)

Eine Erklärung für die mehrheitliche Ablehnung der Volksmusik in der Gesellschaft findet Netta in der Vergangenheit. Der Nationalsozialismus hat diese traditionelle Musikrichtung für politische Zwecke vereinnahmt. In den Nachkriegsjahren distanzierten sich die Deutschen deutlich davon. „Man wollte damit nichts mehr zu tun haben.“ Beschleunigt wurde der Prozess durch die überschwappenden Trends von Rock’n Roll und Beat. Das musikalische Kulturgut wanderte in den Schatten. „Dabei berühren die Texte und Melodien die Emotionen, weil sie einfach schön sind“, begeistert sich enthusiastisch der Berufsmusiker. 

Unter dem Motto „Heut’ kommt das Konzert“ tritt Netta als Trio mit dem Cellisten Gunther Tiedemann als Gast vor drei Coesfelder Pflegeheimen auf. Mit dabei ist seine Eigenentwicklung: die mobile Bühne. „Bonsai-Bühne“ nennt Netta sie. Das gesamte technische Equipment ist darauf vorinstalliert. „Ankommen, musizieren vor kleinem Publikum und nur emotionale Spuren hinterlassend wieder abfahren“, beschreibt er das Konzept. So können die Menschen in den Zimmern, von Fenstern oder Balkonen aus an dem Konzert teilhaben. „Gerade die alten Menschen hatten während der Corona-Krise in der Isolation kaum oder keinen direkten Kontakt zum Umfeld. Mit unseren Liedern tragen wir zur kulturellen Teilhabe bei“, glaubt der experimentierfreudige Musiker. „Ohne die Coesfelder Bürgerstiftung wäre diese Aktion nicht möglich gewesen“, freut sich Netta über die Förderung im vierstelligen Bereich. 

Für Johannes Evers, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, ist das Geld gut in die Kulturförderung investiert: „Wir freuen uns, diese kreative Einzigartigkeit unterstützen zu können und für die Bewohner*innen der Pflegeheime eine wunderbare Abwechslung im Alltag zu ermöglichen.“ Einen Nebeneffekt sieht Vorstandsmitglied Monika Endler: „Diese Initiative hilft der sehr gebeutelten Musikerszene, die durch die Kontaktbeschränkungen und Hygieneauflagen in einer schweren Krise ist.“

Spende für Spender

Bürgerstiftung hilft bei Corona-Eindämmung

Eine Spende für Spender hat die Coesfelder Bürgerstiftung der Tafel übergeben, um den Corona-Virus im Zaum zu halten, den sinnbildlich Betriebsleiter der Tafel, Alexander Peters, in einer Tüte verpackt hält. Personen v.  l. n. r.: Alexander Peters (Betriebsleiter der Coesfelder Tafel), Ruth Tönnemann (stlv. Vorsitzende der Tafel), Marlis Terlinde (Bürgerstiftung), Hildegard Sonnenschein (Vorsitzende der Tafel) und Edwin Kraft (Bürgerstiftung).

Coesfeld, 18.06.20. „Der Zeitungsbericht über die missliche Situation der Coesfelder Tafel hat mich zum Hörer greifen lassen“, berichtet Edwin Kraft vom Vorstand der Bürgerstiftung. Beim Gespräch mit Hildegard Sonnenschein wurde schnell der dringende Bedarf von zwei Dosierspendern für Desinfektionsmittel und 2000 Mund-Nasen-Bedeckungen sondiert. „Gerade die Tafel mit ihrem sozialen Engagement in Coesfeld passt wie der Stecker in der Dose zu unserer Satzung für eine Förderung“, ergänzt Marlis Terlinde, Vorstandskollegin von Kraft. „Über diese Sachspende sind wir der Bürgerstiftung sehr dankbar“, freut sich Sonnenschein bei der offiziellen Übergabe an der Ausgabestelle der Tafel an der Franz-Darpe-Straße. Seitens des Ordnungsamtes gibt es strenge Hygieneauflagen, um das Ausbreitungsrisiko des Corona-Erregers zu minimieren. Da fügen sich die gespendeten Gegenstände der Bürgerstiftung im Wert von 1516 Euro optimal ins das Konzept. Von den rund 100 ehrenamtlich Aktiven, die bei der Tafel helfen, gehört ein großer Teil altersbedingt zu der Risikogruppe für eine Corona-Erkrankung. Ein Spritzer Desinfektionsmittel aus dem Spender im Vorbeigehen und eine Schutzmaske bieten so einen guten Schutz für die Mitwirkenden und Kunden der Tafel.

Während der verschärften Kontaktbeschränkungen hatte die Tafel individuelle Ausgabetermine mit den Kunden der gut 280 Bedarfsgemeinschaften ausgemacht. So berichtet Ruth Tönnemann, stellvertretende Vorsitzende der Tafel, vom Kompromissweg, den man gefunden hat. Denn es gab personelle Engpässe durch den Ausfall der Mitwirkenden. „Wir würden uns über jüngere Aktive sehr freuen, die wir dringend brauchen“, hofft die Vorsitzende Hildegard Sonnenschein.

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