10000 Euro von der Bürgerstiftung zur Unterstützung der Sirksfelder Schule

Gewachsene ehrenamtliche Strukturen schützen

Die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Coesfeld (v.l.) Johannes Evers und Edwin Kraft überreichen dem Verein der Sirksfelder Schule, vertreten durch (v.r.) Thomas Bücking, Maria Bücking und Johannes Warmbold eine Soforthilfe von 10.000 Euro. Mit weiteren 20.000 € aus dem Ehrenamtsfonds „Bürger helfen Bürgern“ will die Bürgerstiftung weiter ehrenamtliche Strukturen unterstützen. (Foto Bürgerstiftung)

Coesfeld (13.05.20/PM). Die Berichte in der lokalen Presse haben zu intensiven Diskussionen im Vorstand der Bürgerstiftung Coesfeld geführt, wie der Vorstandsvorsitzende Johannes Evers mitteilt: „Der Artikel in der Tageszeitung über die finanziellen Probleme der Sirksfelder Schule hat uns sehr beschäftigt." Eine seit Jahrzehnten gewachsene ehrenamtliche Struktur, die sich in vielfältiger Weise weit über die Grenzen Coesfelds hinaus in der Jugend- und Familienarbeit sozial engagiert, dürfe nicht durch eine solch unvorhergesehene Situation in eine finanzielle Schieflage geraten oder gar gefährdet werden. Das hat Evers bewogen, unmittelbar mit Thomas Bücking von der Sirksfelder Schule Kontakt aufzunehmen, um eine mögliche Unterstützung der Bürgerstiftung auszuloten.

„Ich war vom Anruf völlig überrascht und zugleich erfreut über das unverhoffte Hilfsangebot“, so Bücking.

Mit bis zu 8000 Übernachtungen im Jahr steht das Selbstversorgerhaus in Sirksfeld eigentlich auf sicheren Füßen und trägt sich. Aber genau diese Freizeitaufenthalte von Schulklassen und anderen Gruppen sind durch die Corona-Pandemie für etliche Wochen, voraussichtlich bis zum Ende der Sommerferien, weggefallen, während die Kosten für die Unterhaltung des Hauses weiterlaufen. „Wir haben gerade eine Vielzahl von Nachfragen der belegenden Gruppen, wie alles weitergeht, Fragen, deren Antworten auch für uns noch völlig unklar sind“, weiß Maria Bücking aus dem momentanen Alltag der Bildungsstätte zu berichten. Ein Finanzloch klafft im Haushalt des Trägervereins. Dank der Unterstützung durch die Bürgerstiftung ist nun die Sicherung der Struktur gewährleistet. „Nach dem großen Umbau vor ein paar Jahren wäre es sehr schade gewesen, wenn das alles ins Leere gelaufen wäre, da wir gerade auf einem guten Weg waren“, zeigt sich auch Vereinsvorsitzender Johannes Warmbold über die Förderung der Bürgerstiftung erleichtert und erfreut.

Das Votum in der Vorstandsrunde der Bürgerstiftung fiel schnell und eindeutig: 10.000 Euro Soforthilfe für die Freizeit- und Bildungsstätte der katholische Jugend Coesfeld e. V., um so das Fortbestehen der Jugendeinrichtung in dieser Zeit zu überbrücken. Die Mittel kommen aus zwei verschiedenen „Töpfen“, nämlich der Bürgerstiftung selbst und einer von ihr verwalteten Treuhandstiftung, deren Stifter zu Lebzeiten anonym bleiben möchte.

Ehrenamtliche Strukturen sichern

Bürgerstiftung plant Fördertopf in fünfstelliger Höhe

Coesfeld (05.05.20/PM). „Gerade in dieser schweren Zeit kann die Bürgerstiftung deutliche Zeichen setzen“, meint der Vorsitzende der Bürgerstiftung Coesfeld, Johannes Evers. Die Idee: Es sollen Hilfsmittel in Höhe eines fünfstelligen Betrages zur Sicherung Coesfelds ehrenamtlicher Strukturen bereitgestellt werden – ganz im Sinne des Leitsatzes Bürger helfen Bürger. Einstimmig fällt das Votum von den sechs Vorstandsmitglieder aus, die im Konferenzraum der Stadtwerke auf sicherer Distanz sitzen. Denn die Abstandsregel zur Minimierung des Infektionsrisikos durch den Covid-19-Erreger nimmt sich der Vorstand zu Herzen.

„Die Mittel für den geplanten Fördertopf sind kurzfristig verfügbar. Die Wege zur Inanspruchnahme werden zeitnah öffentlich gemacht“, so Vorstandsmitglied Vera Dolle.

Zwar hat die „bewusst gesteuerte Rezession“ zum Schutz der Gesundheit von Menschen, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, der Börse einen Tiefgang beschert. Doch durch das vorausschauende Anlegen des Stiftungskapitals im Finanzmarkt halten sich die Verluste für die Bürgerstiftung in Grenzen. „Wir sind bis jetzt gut durch diese Krise gekommen“, bilanziert Vorstandsmitglied Edwin Kraft.

Ein erst kürzlich verabschiedeter Erlass der Bundesregierung erlaubt Stiftungen zudem Verluste aus der Vermögensverwaltung gegen sonstige Einnahmen gegenzurechnen. Ob die Bürgerstiftung davon Gebrauch machen wird, ist eventuell im vierten Quartal des Jahres absehbar.

Noch ein eindeutiges Votum fällt auf der 168. Vorstandssitzung: Der Adventskalender soll auch 2020 aufgelegt werden, eventuell mit reduzierter Auflage. „Es ist jedoch wichtig, dass der Kalender auch in schwierigen Zeiten Tradition bleibt und bei der Rückkehr zur Normalität und zum Gewohnten unterstützt“, so Vorstandsmitglied Monika Endler.

Der Vorstand der Bürgerstiftung traf sich zur ersten Sitzung nach der durch die Corona-Pandemie verursachten Zwangspause im Konferenzraum der Stadtwerke Coesfeld.

Bürgerstiftung zieht an die Wiesenstraße 2

Coesfeld (05.03.20). Schwungvoll und mit voller Überzeugung unterzeichnen Johannes Evers und Edwin Kraft den Mietvertrag für die neue Geschäftsstelle der Bürgerstiftung Coesfeld. Ab dem 1. April wird die neue Anlaufstelle an der Wiesenstraße 2 sein. „Wir hatten noch weitere Objekte in der näheren Auswahl. Aber die Größe und die Lage zur Innenstadt sprachen eindeutig für diese Lösung“, begründet Vorsitzender Evers die Entscheidung, die auch große Rückendeckung des Stiftungsrates erfahren hat. Kleinere Umbau- bzw. Renovierungsmaßnahmen sowie Einrichtungsinvestitionen stehen jetzt noch an, für die bereits Rückstellungen gebildet worden waren. Denn der Plan, eine Geschäftsstelle für die Bürgerstiftung einzurichten, steht schon seit einiger Zeit auf der Agenda.
Der Vorstand freut sich über die Eröffnung in wenigen Wochen. „Was wir an Eigenleistung erbringen können, werden wir leisten“, meint tatkräftig Edwin Kraft. Dem Eigentümer der Immobilie dankt der Vorstand der Bürgerstiftung für sein großzügiges Entgegenkommen bei den Mietkonditionen. 

 

 

Mit „Einkaufschips“ Vereinen helfen

Mit dem Wocheneinkauf den eigenen Verein oder Kindergarten unterstützen, das können ab sofort die Kunden im E-Center Coesfeld. Das System ist dabei denkbar einfach. Je 15 Euro Einkaufswert erhält jeder Käufer einen Chip. Dieser entspricht einem Spendenwert von 10 Cent und kann nach dem Einkauf an der Spendenwand dem Rohr des gewünschten Vereins zugeordnet werden.

Die Anzahl der Chips in den jeweiligen Rohren bestimmt den Betrag, den das E-Center am Ende der Aktion, dem 2. Mai, an die teilnehmenden Vereine und Kindergärten spendet, heißt es in einem Pressebericht des Lebensmittelkonzerns.

„Mit der Aktion wollen wir lokale Vereine und Kindergärten in Coesfeld unterstützen und fördern“, berichtet Marktleiter Markus Ruschke. Dabei gibt es nicht nur die Spendenwand. Die teilnehmenden Vereine und Kindergärten haben außerdem die Möglichkeit, während des Spendenzeitraums kleinere Aktivitäten im E-Center anzubieten und sich zu präsentieren. „Ob Waffeln backen oder eine Tanzeinlage zu Karneval, der Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt“, so Ruschke.

An der Spendenwand befinden sich insgesamt 40 Rohre. 15 dieser Spendenrohre wurden bereits bei der Kick-Off-Veranstaltung an lokale Vereine vergeben. Weitere interessierte Vereine und Kindergärten haben in den kommenden Tagen noch die Möglichkeit, sich im Markt zu melden und sich einen der restlichen Plätze an der Spendenwand zu sichern.

(Quelle: AZ)

Aus für Stiftungs-Büro in der Pfauengasse

Coesfeld (ct). Geplatzt ist das Vorhaben der Bürgerstiftung Coesfeld, im Erdgeschoss des Natz-Thier-Hauses in der Pfauengasse eine Geschäftsstelle einzurichten (wir berichteten). Im Laufe monatelanger Verhandlungen mit der Stadt Coesfeld als Eigentümerin der Immobilie, habe sich die Bürgerstiftung kontinuierlich weiterentwickelt, neue Herausforderungen seien absehbar und in Vorbereitung. Vor diesem Hintergrund sei der Stiftungsvorstand einstimmig zu der Erkenntnis gekommen, dass das Natz-Thier-Haus aktuellen Anforderungen und zukünftigem Wachstum nicht gerecht werde, heißt es in einer Presseerklärung des Vorstandes.

Die Nutzung der geschichtsträchtigen Immobilie als Geschäftsstelle und Veranstaltungsraum sei zudem angesichts des derzeitigen baulichen Zustands nicht möglich. „Wir haben die Substanz intensiv geprüft. Es wären Investitionen erforderlich, die wir von unserer Seite nicht tätigen können“, erklärt Stiftungsvorsitzender Johannes Evers. Hinzu komme, dass die Stadt die Nutzung des Gebäudes mit bestimmten Auflagen verbinden wollte, die die Stiftung zusätzlich zu ihren Kernaufgaben ehrenamtlich nicht hätte leisten können.

Die Bürgerstiftung, deren Kapital sich inzwischen auf knapp 1,5 Mio. Euro beläuft, hält aber weiterhin an dem Plan einer Geschäftsstelle im Herzen der Stadt fest, nicht nur um allen Bürgern eine Anlaufstelle zu bieten, sondern auch um „Strukturen zu schaffen, die unabhängig von Personen sind“, so Evers gegenüber der Allgemeinen Zeitung. Die Stiftung bemühe sich derzeit um andere Lösungen. Konkrete Alternativen wollte Evers nicht nennen.

Mit dem Absprung der Bürgerstiftung ist die Zukunft des 1826 erbauten Natz-Thier-Hauses, benannt nach dem Heimatdichter und Gründer der Karnevalsgesellschaft Die-La-Hei, wieder offen. Vorerst bleibt es bei dem Leerstand im Erdgeschoss, das zuletzt als Ladenlokal der Stiftung Haus Hall diente. Im Obergeschoss gibt es nach wie vor das kleine Heimatmuseum, das auch weiterhin erhalten und konzeptionell überarbeitet werden soll.

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